Diakonenweihe von Frater Fabian Lechner OT in Schloss Tannegg

Am 23. April 2026, dem Gedenktag des Heiligen Georgs, empfing Frater Fabian Lechner OT die Diakonenweihe. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Neben der Heiligen Elisabeth ist der Heilige Georg der zweite Patron der Ordensgemeinschaft. Viele Feiern der Ordensgemeinschaften finden an diesem Tag statt.

Das feierliche Pontifikalamt fand in der Kirche St. Michael in Unterframmering statt, die zum Pfarrverband Landau an der Isar im Bistum Passau gehört. Auch der Ort der Feier hat eine besondere Bedeutung: Unmittelbar neben dem Gotteshaus liegt Schloss Tannegg, eine Einrichtung der Ordenswerke für Menschen mit chronischen Abhängigkeitserkrankungen. Die Bewohnerinnen und Bewohner nutzen die Kirche regelmäßig – sie ist als „ihre Kirche“ fest in den Alltag eingebunden.

Ein besonderer Ort für einen besonderen Tag

In der Regel finden Diakonenweihen am Provinzsitz in Weyarn statt. Frater Fabian ist seit seinem Ordenseintritt 2020 in verschiedenen Bereichen der Ordenswerke tätig. Prior Christoph Kehr OT entsprach daher gerne seinem Wunsch, die Weihe in einer Einrichtung des Ordens stattfinden zu lassen. Statt einer großen Feier fiel die Entscheidung bewusst darauf, diesen Tag gemeinsam mit den Menschen in Schloss Tannegg zu gestalten.

Die kleine Kirche füllte sich mit den rund 35 Bewohnerinnen und Bewohnern, Mitarbeitenden, Angehörigen der Pfarrei sowie der Familie des Weihekandidaten. Aus München reiste Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg an, um Frater Fabian durch das Auflegen seiner Hände die Weihe zu spenden. Mit ihm standen Generalabt Frank Bayard OT, Hochmeister des Deutschen Ordens, der eigens aus Wien gekommen war, sowie weitere Geistliche am Altar. In seiner Predigt stellte Weihbischof Stolberg die zeitlose Botschaft der Georgslegende in den Mittelpunkt: Am Ende steht der Sieg des Guten über das Unheil und das Böse in der Welt. Daraus leitet sich der zentrale und doppelte Auftrag des Diakons ab: Gottes Liebe durch Verkündigung und Tatkraft für die Menschen erfahrbar zu machen.

Gelebter Auftrag

Der diakonische Dienst ist im Deutschen Orden und seinen Ordenswerken von zentraler Bedeutung. Der christliche Glaube und seine Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen will gelebt und in konkretes Handeln übersetzt werden. In den Einrichtungen der Ordenswerke wird diese Überzeugung erfahrbar – im Umgang miteinander, in der Begleitung von Menschen, im täglichen Füreinander. Orte wie Schloss Tannegg stehen dafür, dass das Evangelium nicht abstrakt bleibt, sondern im Alltag Gestalt annimmt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner im Mittelpunkt

Nicht nur für Frater Fabian, auch für die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Tannegg war dieser Tag von großer Bedeutung. Viele hatten sich über Wochen auf die Feier vorbereitet, halfen bei den Vorbereitungen und gestalteten den Rahmen aktiv mit, so wie Bewohnerin Andrea: “An der Weihe von Frater Fabian teilnehmen zu dürfen war ein sehr unvergessliches und bewegendes Erlebnis für mich. Als Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg dem Fabian Stola und Dalmatik umlegte, blieb irgendwie die Zeit kurz stehen. Die Kirche war in diesem Moment wie verzaubert. Man sah Fabian an, welche Würde es für ihn war, von nun an Diakon zu sein.”

Mit sichtbarem Stolz führten sie Gäste durch das Haus, erklärten Abläufe und gaben Einblicke in ihren Alltag. Die Weihe selbst stand im Mittelpunkt – und machte zugleich sichtbar, was das Schloss Tannegg auszeichnet. 

 

Während eines Gottesdienstes in einer Kirche steht ein Priester in roten Gewändern am Altar. Eine weitere Person in weißem Gewand steht daneben. Im Vordergrund hält eine Frau ein Gebetbuch. Der Altar ist mit Kerzen und Blumen geschmückt.
Ein Priester in weißen Gewändern steht mit gefalteten Händen in einer Kirche vor einem Altar mit brennenden Kerzen. Im Hintergrund beobachten ein Mann und eine Frau die Szene.
Ein Bischof in roten liturgischen Gewändern steht an einem Lesepult und hält eine Ansprache. Ihm gegenüber sitzt ein Mann in weißem Gewand und hört zu. Im Hintergrund sind ein Altar mit brennenden Kerzen und Blumen sowie eine Treppe zu sehen.
Geistliche in weißen liturgischen Gewändern und eine Nonne nehmen an einem Gottesdienst in einer Kirche teil. Im Vordergrund sitzen weitere Männer in feierlicher Kleidung, die ernst und aufmerksam nach vorne blicken.
Ein Bischof in roten Gewändern und Mitra legt einem knienden Mann in weißem Gewand die Hände auf den Kopf. Die Szene zeigt eine religiöse Zeremonie, vermutlich eine Weihe, vor einem Altar in einer Kirche.
Ein Priester in weißem Gewand betet mit gefalteten Händen im Inneren einer Kirche. Im Hintergrund stehen mehrere Personen, darunter eine Frau mit einem Smartphone, vor hölzernen Kirchenbänken und einer Empore.
Ein Bischof in rotem Gewand und Mitra liest in einer Kirche aus einem großen roten Buch, das ihm ein Mann vorhält. Rechts steht ein weiterer Geistlicher in liturgischer Kleidung.
Ein Bischof in rotem Gewand und Mitra umarmt herzlich einen lächelnden Priester in ähnlicher liturgischer Kleidung. Die Szene zeigt einen freudigen Moment während einer kirchlichen Zeremonie im Inneren einer Kirche.
Ein Priester in roten liturgischen Gewändern gießt Flüssigkeit in einen Kelch vor brennenden Kerzen. Ein weiterer Mann in weißer Kleidung assistiert im Hintergrund.
Ein Blick vom Kirchenschiff zum Altar während eines Gottesdienstes. Eine Gemeinde sitzt auf Holzbänken und blickt zu Priestern in roten Gewändern. Der Kirchenraum ist hell und mit barockem Altarschmuck sowie Gemälden verziert.
Priester in liturgischen Gewändern feiern eine Messe vor einem reich verzierten Altar in einer Kirche.
Mehrere katholische Geistliche in roten Gewändern stehen während einer Zeremonie in einer Kirche. Ein Bischof mit Mitra steht im Zentrum. Im Vordergrund brennen weiße Kerzen auf einem Altar.
Viele Geistliche und Nonnen in liturgischen Gewändern, darunter auffällige rote Messgewänder, posieren auf einer Wiese vor einer Kirche mit einem markanten Zwiebelturm.
Eine große Gruppe von Menschen, darunter viele Geistliche in liturgischen Gewändern und Laien, posiert auf einer Wiese vor einer Kirche mit einem markanten Turm unter blauem Himmel.
Eine große Gruppe sitzt an langen Tischen in einem Speisesaal und isst gemeinsam. Ein Mann in Schürze steht rechts, ein anderer links spricht. Der Raum hat Holzböden, weiße Wände und eine dekorative Hängelampe.
Ein Mann steht in einem hellen Raum und spricht zu einer Gruppe älterer Menschen, die an Holztischen sitzen und ihm aufmerksam zuhören.
Mehrere Geistliche, darunter ein Bischof mit pinker Mütze, sitzen an einem langen Tisch. Ein Mann steht im Vordergrund mit dem Rücken zur Kamera. Die Gruppe befindet sich in einem hellen Raum, vermutlich bei einem gemeinsamen Essen oder einer Besprechung.
Ein Priester in schwarzer Gewandung steht in einem hellen Raum und hält eine Ansprache an eine Gruppe von Zuhörern, die an Tischen sitzen. Er gestikuliert mit den Händen und trägt ein Kruzifix.
Ein lächelnder Bischof in lila Gewand hält ein Modell eines kleinen Holzhauses in die Höhe. Ein Priester steht neben ihm, während im Hintergrund Gäste an Tischen sitzen und Beifall klatschen.
Ein Priester steht und spricht zu einer Gruppe von Personen, die an Tischen sitzen. Viele der Zuhörer tragen schwarze Hemden mit Kragen. Der Raum ist hell und mit religiösen Bildern geschmückt.

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