Orden
 

Spiritualität


Geprägt vom Kreuz des Erlösers, das auch das Kennzeichen des Ordens ist, stellt sich die Ordensgemeinschaft von ihrem Ursprung her ganz unter den Schutz der Gottesmutter Maria. Die heilige Elisabeth von Thüringen bleibt ihr leuchtendes Vorbild selbstlosen Dienstes an den hilfsbedürftigen Menschen um Christi willen. Der heilige Georg, der glaubenstreue Märtyrer, leuchtet ihr im mutigen Einsatz für den christlichen Glauben voran.

Die Gründung unseres Ordens gab Antwort auf eine konkrete Notlage des Ortes und der Zeit. Seit seinem Ursprung ist es sein Ideal, den hilfsbedürftigen Menschen um Christi willen in selbstloser Liebe zu dienen. In der mächtig werdenden Not der Zeit wurde ihm zusätzlich die Aufgabe zugewiesen, den christlichen Glauben gegen die Feinde Christi zu schirmen. Diese Inspiration, die über dem kleinen und zunächst so zeitgebundenen Beginn des Ordens lag, erweist sich als Antwort auf einen Anruf Gottes an Menschen, die bereit sind, in der Nachfolge Christi auf konkrete Notlagen in Kirche und Welt eine Antwort zu geben.

Der Apostolische Stuhl hat seinerzeit dem Orden in Anerkennung seines Wirkens die Exemtion verliehen und sie immer wieder neu bestätigt. Dieses Privileg der unmittelbaren Unterstellung unter den Stuhl Petri bewahrt der Orden bis heute. Dem Hl. Vater als höchstem Oberen schulden wir Gehorsam, auch kraft des Gelübdes.

Der Deutsche Orden entfaltet heute seine karitative Tätigkeit in der Pflege der Kranken, der Alten, der Armen und der Hilfsbedürftigen in den sich wandelnden Formen der sozialen Fürsorge, in Werken der christlichen Erziehung und Bildung der Kinder, der Jugend und der Erwachsenen. Sein Einsatz für Christi Reich ist nicht mehr der zeitgebundene Kampf mit dem Schwert, sondern gemäß der gesunden Überlieferung des Ordens der Kampf in der geistigen Auseinandersetzung, der Schutz der Wehrlosen, die Seelsorge am Menschen. So widmet sich der Orden auch heute dem Schutz und Aufbau des Reiches Gottes im Dienst an der Universalkirche und an den Ortskirchen.

Dieses Ziel streben Brüder, Schwestern und Familiaren in enger Zusammenarbeit an. Sie stehen damit in der Nachfolge Christi, um mitzuwirken an seinem Erlösungswerk.

Regeln der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem, Nr. 3 - 7.