Orden
 

Eigenfeste und Gedenktage des Deutschen Ordens


Kreuzerhöhung, Hochfest
Titelfest des Deutschen Ordens
14. September
Das Kreuzfest im September hat seinen Ursprung in Jerusalem; dort wurde am 13. September 335 die Konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht. Bereits im 4. Jahrhundert wurde am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, in der neuen Kirche am Golgotha das Kreuzesholz gezeigt ("erhöht") und zur Verehrung dargereicht. Später verband man mit diesem Fest auch die Erinnerung an die Wiedergewinnung des heiligen Kreuzes durch Kaiser Heraklius im Jahre 628; in einem unglücklichen Krieg war das Kreuz an die Perser verlorengegangen. Heraklius brachte es feierlich an seinen Platz in Jerusalem zurück.
Der Deutsche Orden wählte sich das Kreuz zum Ordenszeichen. Er feiert daher das Hochfest Kreuzerhöhung als Titelfest. Seine Mitglieder tragen das Kreuz als Kenn- und Abzeichen an ihrer Kleidung.
Bereits in den ältesten Satzungen des Ordens werden die Brüder dazu angehalten, ein vorbildliches Leben zu führen, "da sie das Zeichen der Liebe und des Ordens in der Gestalt des Kreuzes tragen, um damit zu erweisen, dass Gott mit ihnen und in ihnen sei" (Pr. Reg. Cap. XXVIII).
"Es sei uns ferne, in etwas anderem uns zu rühmen als in dem Kreuze unseres Herrn. In ihm ist uns Heil geworden, Auferstehung und Leben; durch ihn sind wir erlöst und befreit" (vgl. Gal 6,14). (BR 60)
"Wir ziehen unter dem Zeichen des Kreuzes aus, den Menschen zu helfen und sie zu Christus zu führen. Und so ist unsere mächtigste Waffe vielleicht das Leiden, die Sühne der Glanz der Wahrheit in einem missachteten Leben". (BR 62)

Unsere Liebe Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem, Hochfest
Gründungsfest des Deutschen Ordens
6. Februar
Der Orden entstand 1189/90 vor Akkon im Heiligen Land mit der Errichtung eines Feldspitals zur Pflege kranker Pilger und verwundeter Kreuzfahrer. Die Brüder dieses Spitals übernahmen später in Jerusalem ein Deutsches Haus mit einer Marienkapelle, das bereits 1127 bestand. Sie erhielten jedoch nach Errichtung des Feldspitals durch die päpstlichen Urkunden bereits von allem Anfang an die Benennung Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem. Papst Clemens 111. gewährte unter diesem Namen am 6. Februar 1191 der neuen Bruderschaft päpstlichen Schutz. Ihr Ideal war, den hilfsbedürftigen Menschen um Christi willen in selbstloser Liebe zu dienen.

Heilige Elisabeth von Thüringen, Fest
Erste Patronin des Deutschen Ordens
19. November
Elisabeth wurde auf der Wartburg erzogen und mit dem Landgrafen Ludwig IV von Thüringen vermählt, dem sie drei Kinder gebar Sie half Witwen und Waisen, Kranken und Armen. Zur Zeit der Hungersnot verteilte sie freigebig die Lebensmittel ihres Hauses.
Elisabeth ertrug Verachtung, Spott und Hohn ungebrochenen Herzens. In Marburg erbaute sie als junge Witwe das Franziskushospital, wo sie im grauen Bußkleid ihre geschwächte Lebenskraft in aufopfernder Liebestätigkeit und Entsagung im Dienste der Kranken und Aussätzigen völlig verzehrte. Sie schöpfte die Kraft aus dem Gebet. Sie starb in Marburg 1231 im Alter von 24 Jahren. Bereits 1235 erwirkte ihr Schwager Konrad von Thüringen - der spätere Hochmeister des Deutschen Ordens - ihre Heiligsprechung. Ober ihrem Grab wurde von unserem Orden die Elisabethkirche erbaut. Schon bald wurde die Heilige zur Patronin des Ordens erkoren, da sie den verborgenen Dienst am Gottesreich vorgelebt und in Vorbildlicherweise verkörpert hat.

Heiliger Georg, Fest
Zweiter Patron des Deutschen Ordens
23. April
Die nachweisbare Verehrung des heiligen Georg reicht bis ins frühe 4. Jahrhundert zurück, Seit Mitte des 4. Jahrhunderts gibt es vor allem im syrisch-palästinensischen und ägyptischen Raum, aber auch in Griechenland eine Vielzahl von Kultbelegen bzw. Kirchen. Die älteste auf den Titel des hl. Georg und seiner socii durch Bischof Tiberinus geweihten Kirche in Hauran (Saccaea/Shaqqa in der Provinz Arabien) lässt sich in die Jahre 354/57 zurückverfolgen. In Melitene/Kappadoklen wird sehr früh die Heimat des Heiligen vermutet. Hier entstand eine der ältesten Georgslegenden (Y-Red.). Im 4./5. Jahrhundert entstanden, setzt diese Redaktion einen blühenden Georgskult und wohl auch eine dem Märtyrer geweihte Kirche voraus. In der von Kaiser Justinian (527-65) erbauten Kirche in Lydda-Diospolis, unweit von Jerusalem, wurde schon früh das Grab des Heiligen mit den für sich reklamierten Reliquien des Heiligen gezeigt. In Theben (Griechenland) wurde noch im 4. Jahrhundert, in Thessaloniki im frühen 5. Jahrhundert aus einem heidnischen Tempel eine Georgskirche errichtet. Die ältesten Quellen berichten von einem Bischof Georg aus Kappadokien (4. Jahrhundert), aber auch von einem Soldaten, der um des Glaubens willen den Martertod erlitten hat, etwa bald nach 300. Die historische Gestalt des Heiligen lässt sich nicht mehr genau fassen. Die Wahrheit der legendarischen Überlieferung zeugt von der Lebenshingabe, dem Einsatz für den Glauben und von der Unzerstörbarkeit des Lebens in Christus. Schon bald zählte ihn die Ostkirche zu den Großmärtyrern; er erfreute sich besonders im Osten großer Verehrung. Im Laufe der Zeit umgab das Leben des volkstümlichen Glaubenshelden ein dichter Legendenkranz, so entstand auch die Drachenkampflegende als Sinnbild des Kampfes zwischen Gut und Böse, wobei der Drache als Sinnbild aller lebens- und glaubenswidrigen Kräfte und Mächte zu verstehen ist. Georg gilt als jugendlicher Sieger über das Böse, deswegen wird er mit der Siegesfahne dargestellt. Unser Orden hat ihn zum Schutzpatron erwählt, weil Sankt Georg als Sinnbild der Befreiung eines Landes vom Götzendienst und der Bekehrung zum christlichen Glauben galt. Unsere Ordensregel fordert uns nach seinem Vorbild zur täglichen Treue auf, die bei der Hingabe aller Kräfte ein unblutiges Martyrium sein kann und eine hochherzige Gesinnung voraussetzt. Bedeutendsten künstlerischen Ausdruck fand die Verehrung des Heiligen durch den Bilderzyklus in einem Raum neben der Schlosskapelle im alten Burgpalas Neuhaus/Böhmen (heute Jindrichuv Hradec) von 1338. Der 67 Szenen umfassende Bilderzyklus, der die Gesamtheit der in den Legendenkränzen bekannten Motive der Heiligenpassio darstellt, ist ein beredtes ikonsgraphisches Zeugnis für den reichen spirituellen Gestalt der Georgsverehrung, die weit über die Ritter-Drachen-Motivik hinausgeht und zurückreicht.

Gedenktag der Brüder und Schwestern des Deutschen Ordens
10. Oktober

Gedenktag der Familiaren und Wohltäter des Deutschen Ordens
10. September

Gedenktag der Eltern der Brüder und Schwestern des Deutschen Ordens
4. Februar

Heilige Dorothea von Montau, Gedenktag
Mystikerin, Klausnerin
25. Juni