Geschichte des Konventes Darmstadt
Nachdem Ende April 1946 die systematische Aussiedlung aus Tschechien
begann, siedelten am 12. Mai 1946 auch Mitbrüder aus und wurden
nach Nordhessen gebracht. Von Fulda aus wurden sie sofort als Diasporaseelsorger
angestellt und betreuten in zwölf Orten etwa 1.400 Katholiken, die
sich ausschließlich aus Ausgewiesenen und Evakuierten zusammensetzten.
Von dort aus bemühte sich der spätere Hochmeister
P. Ildefons Pauler OT, die vertriebenen Mitbrüder zu sammeln,
um auch in Deutschland wieder eine Provinz zu bestellen. Im Jahre 1949
konnte im Dachgeschoß des Pfarrhauses St. Ludwig am Wilhelminenplatz
in Darmstadt eine Niederlassung gegründet werden. Die Mitbrüder
halfen in den umliegenden Gemeinden und in der Pfarrei St. Ludwig.
Zum 1. Seelsorger wurde P. Volbrecht Schalbach vom Deutschen Orden ernannt,
nachdem der Orden sich bereit erklärte, die Seelsorge in der Heimstättensiedlung
sowie die Krankenpflege und Führung eines Kindergartens durch Deutschordensschwestern
zu übernehmen. Am 19. März 1951 zogen Deutschordensschwestern
in einen renovierten Teil des ehemaligen Pulverhauses, in dem der Kindergarten
und die Notkirche untergebracht waren, ein.
Der 29. Mai 1951 war für die damaligen Brüder ein großer,
unvergessener Tag, denn an diesem Tag wurde begonnen, das Konventsgebäude,
wie es heute noch zu sehen ist, zu errichten. Einzug in das neue Gebäude
konnten schon am 8. September 1952 folgende Brüder feiern: P. Beda,
P. Walther, Fr.Georg, Fr. Fridolin, die Gymnasiasten Hans Demel (P. Bernhard)
und Georg Sauer (P. Canisius) und Haushälterin Frl. Flora Bock.
Der alte Konvent wurde seit Mitte 1998 grundlegend saniert und umgebaut.
Im Juni 1999 wurde das Konventsgebäude mit den Feierlichkeiten "Fünfzig
Jahre Deutsch - Ordens - Konvent Darmstadt" unter großer Beteiligung
der Bevölkerung und der Diözese feierlich wieder eingeweiht.
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